Derzeit können wir Patientinnen mit und ohne KInder sehr kurzfristig aufnehmen!
Frauen mit Essstörungen

Bei unseren Klientinnen zeigen sich neben dem Vorliegen einer Alkohol- bzw. Medikamentenabhängigkeit häufig auch andere psychische Beeinträchtigungen und Belastungen, u.a. auch Essstörungen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich in der Lebensgeschichte dieser Klientinnen häufig Phasen von Bulimie/Anorexie und Alkoholmissbrauch abwechseln und dass während der stationären Behandlung eine frühe Essstörung wieder auftreten kann.


Unser Konzept ist darauf ausgerichtet, die Essstörung mit zu behandeln, da dies erfahrungsgemäß die Prognose für eine stabile Abstinenz bei stoffgebundenen Süchten erhöht.
        
Aufnahmevoraussetzungen sind ein schriftliches Bewerbungsschreiben, in dem die Klientin ihre Behandlungsbereitschaft beschreibt, und ein BMI (Bodymaßindex) von mindestens 17.
Wir erwarten von der Klientin, ihre Essstörung zu Beginn der Therapie offen zu legen und sich im weiteren Behandlungsverlauf in Gruppen- und Einzeltherapie damit auseinanderzusetzen.  Ziel ist, dass sie zu einem regelmäßigen, gesunden und an den wirklichen Bedürfnissen orientierten Essverhalten gelangt und längerfristig das problematische Essverhalten aufgibt. Treten im Verlauf der Behandlung Rückfälle in die Essstörung auf, erwarten wir von der Klientin, dass sie das Verhalten von sich aus offen anspricht und bereit ist, sich damit auseinander zu setzen, um weitere Rückfälle zu vermeiden.
Die individuell möglichen Ziele und Schritte, orientiert an den Fähigkeiten und Stärken der Klientin, werden gemeinsam mit der Betroffenen in einem Therapievertrag vereinbart. –

Folgende Bausteine unseres Therapieprogramms haben sich nach unserer Erfahrung bewährt und können motivierte Klientinnen mit einer Essstörung auf ihrem Weg zu einem gesunden Essverhalten unterstützen:
 
1) In den wöchentlichen Einzeltherapiesitzungen besteht die Möglichkeit sich intensiv mit den Ursachen und Folgen  der Essstörung auseinander zusetzen.

2) In einer individuellen Ernährungsberatung werden mit der Klientin Wege für eine bewusste genussorientierte Ernährung besprochen

3) Wir legen großen Wert auf die regelmäßige Einnahme der Mahlzeiten, die im Rahmen der Arbeitstherapie unter Berücksichtigung ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Anleitung einer Hauswirtschafterin selbst zubereitet werden. Die Mahlzeiten werden in den Wohngruppen (4 bis 11 Klientinnen) eingenommen.

4) Die Führung eines Esstagebuchs kann die Ernährungsumstellung unterstützen.

5) Im Rahmen der Sporttherapie werden individuelle Trainingsprogramme erarbeitet. Über-gewichtige Klientinnen versuchen wir zu einer Gewichtsreduktion zu motivieren. Mit Hilfe von Essplänen soll ein ausgewogenes und gesundes Essverhalten trainiert werden.   
                                                                                             
6) In erfahrungsorientierten Indikationsgruppen wie Körperwahrnehmung, Musiktherapie, Selbstverteidigung, Aromamassage, gesunde Lebensführung und Ernährung, welche im Wechsel stattfinden lernt die Klientin, bewusster auf ihre Gefühle und körperliche Reaktionen zu achten, sich mit ihrem Selbstbild auseinander zu setzen und einen wertschätzenden Umgang mit sich einzuüben.

7) Eine Selbsthilfegruppe kann den Erfahrungsaustausch und Therapieprozess unterstützen. Es besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer OA-Gruppe (Overeaters-Anonymous) .

 

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