41. Wiedersehensfeier 2019
Ich bin ich …
und wir sind viele! Wir sind unterschiedlich, besonders, einzigartig, liebenswert, wertvoll auch als suchtkranke Menschen. Dies war nicht nur das Motto sondern spiegelte auch die Stimmung der 41. Wiedersehensfeier der AWO Fachklinik Legau für suchtmittelabhängige Frauen.
200 ehemalige Patientinnen, Angehörige und Mitarbeiterrinnen feierten bei herrlichem Sommerwetter ein Fest der Abstinenz und Vielfalt. Die Teilnehmerinnen bekräftigten dabei ihren Mut und die Bereitschaft nicht aufzugeben. Es wurden Strategien ausgetauscht, wie das Leben ohne den Griff zum Suchtmittel möglich ist. Geehrt wurden auch die Jubilare  für 10, 20,25 und 35-jährige Abstinenz. Danke allen die gekommen sind und mitgestaltet haben
In diesem Jahr gab es wieder einen Legauer Kalender von Juli 2019 - Juni 2020, der Patientinnen Mut machen soll sich Monat für Monat an ihen suchtmittelfreien Weg zu erinnern. Sie können den Kalender auch noch telefonisch bei uns bestellen und gegen eine Gebühr von 5€ incl Porto zusenden lassen.

Unbeschwert Spielen

Über neue Spielmöglichkeiten im Freien dürfen sich die Kinder der AWO-Fachklinik Legau für suchtmittelabhängige Frauen freuen. Mithilfe von Zuschüssen der GlücksSpirale in Höhe von knapp über 45.000 Euro, der Sparkasse Memmingen-Mindelheim von 1.500 Euro, der Firma Elobau GmbH & Co. KG von 1.000 Euro und der Sparkasse Augsburg in Höhe von 500 Euro konnte der in die Jahre gekommenen, kleine Spielplatz der Fachklinik durch einen schönen, modernen Spielplatz ersetzt werden.

„Kinder suchtmittelabhängiger Eltern brauchen verantwortungsfreie Spielräume um wieder Kindsein zu dürfen. Wir freuen uns über den neugestalteten Spielplatz der unseren Kindern von 0-12 Jahren diesen Freiraum ermöglicht“: Thomas Richter, therapeutischer Leiter der AWO Fachkliniken Legau und Schönau.

„Kindertageseinrichtungen haben neben dem Betreuungs- und dem Erziehungsauftrag auch einen Bildungsauftrag. Wir freuen uns, dass in unserer Kita jetzt optimale Bedingungen vorherrschen, unter denen das Lernen und Spielen leicht fällt“, sagt dazu Hans Scheiterbauer-Pulkkinen, Vorstand für Kinder- und Jugendhilfe bei der AWO Schwaben

.Glücksspirale

Die Rose ist mir wertvoller als mein Bundesverdienstkreuz!

Mehr als 250 ehemalige Patientinnen, Angehörige und Mitarbeiter feierten das 40-jährige Bestehen der AWO-Fachklinik Legau und den Wert der Abstinenz. Der therapeutische Leiter der Klinik, Thomas Richter, machte Mitarbeitern und Patientinnen Mut, den Fluss der Veränderung aktiv und gemeinsam mitzugestalten, damit die Klinik das bleibt, was sie für viele ist, der „Start in ein neues Leben“.

Fachtag in der AWO Fachklinik Schönau

Alkohol in der Schwangerschaft schadet dem ungeborenen Baby schadet, dass ist längst keine neue Erkenntnis. Ausmaß und Häufigkeit des fetalen Alkoholsyndroms (FASD) sind jedoch schockierend. In Deutschland sind nach neuesten Schätzungen aus dem Drogen- und Suchtbericht 1,5 Mio Menschen von FASD betroffen. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert können irreparable Hirnschädigungen und Störungen des zentralen Nervensystems mit lebenslangen Einschränkungen folgen.

Mit großem Fachwissen, Menschlichkeit und Demut vor der Individualität der Patientinnen und Patienten bereicherte Dr. med. Jochen von Walhert den diesjährigen Fachtag der AWO Fachkliniken Legau und Schönau. Depression als Volkskrankheit ist längst zur zweithäufigsten Diagnose neben der Suchterkrankung der Fachkliniken geworden. Die Ursachen sind multifaktoriell und die Symptome, so Wahlert, vielfältig wie die Menschen, die unter ihnen leiden. Dazu zählen die sekundäre Traumatisierung der Kinder der Nachkriegsgeneration, Bindungsstörungen, Trauma, Genetik, aber auch die Folgen von vielen Medikamenten, Stress bis hin zur Zusammensetzung der Darmbakterien etc.

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Sehenswerter Film über unsere Mutter-Kind-Therapie

Ein erweitertes Angebot der AWO-Fachklinik Legau.

Akupunktur ist eine Methode der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Anfänge gab es in China bereits vor über 4000 Jahren zur Linderung von Beschwerden und zur Heilung von Krankheiten. Bei uns im Westen wird die Akupunktur mittlerweile auch von der Schulmedizin eingesetzt.

Die Akupunkturmethode zur Behandlung der Alkohol- und Drogenabhängigkeit wurde in der Drogenambulanz des staatlichen Lincoln-Hospitals (New York) entwickelt und seit 1975 erfolgreich durchgeführt. Durch die positiven Ergebnisse hat sich diese Methode inzwischen weltweit über Alkohol- und Drogenhilfeprojekte ausgebreitet.