Wohngruppenkonzept

Alle Klientinnen leben bei uns in familienähnlichen Wohngruppen.

Die einzelnen WGs sind abgeschlossene Wohneinheiten mit eigenem Eingang – ausgestattet mit Wohnzimmer, Küche und Essraum, ein bzw. mehreren Duschen / Badezimmern und separaten WCs. Die Wohngruppe bereitet gemeinsam ihre Mahlzeiten (Frühstück, Abendessen und z. T. auch den Mittagstisch) und versorgt sich wie in einem häuslichen Haushalt weitgehend selbst. Betreut werden die Wohngruppen von eigens dafür eingestelltem Betreuungspersonal. Beim Kochen und bei der Haushaltsführung erhalten die Klientinnen im Rahmen der Soziotherapie Unterstützung durch die Hauswirtschafterin und die WG-Betreuerin, wobei die im Durchschnitt noch jüngeren Frauen mit Kindern eine regelmäßige Anleitung erhalten.

Im "Mutter-Kind-Haus" sind drei WGs mit zweimal drei und einmal vier Frauen zusammen mit ihren Kindern untergebracht. Eine WG – vorzugsweise für Mütter mit Babys und Kleinkindern – ist zusätzlich mit einer Krabbelstube und einem Wickelraum ausgestattet, die beiden anderen haben zusätzliche Kinderzimmer. Alle Mütter sind in Einzelzimmern untergebracht.

Im großzügig gebauten "Waldhaus" – mit eigenem Eingang konzipiert wie ein Einfamilienhaus – wohnen 10 bis 11 Frauen auf zwei Stockwerken. Hier haben alle Einzel- und Doppelzimmer separate Badezimmer.

Im "Turmhaus" sind zwei weitere Wohngruppen für 5 bis 6 Frauen mit  5 Einzel- und 3 Doppelzimmern jeweils mit WC und Dusche untergebracht. Durch die Zusammenarbeit und den meist entstehenden engen Zusammenhalt der Wohngruppen entsteht eine Kultur der Auseinandersetzung einerseits und der Solidarität andererseits, in deren Rahmen – immer auf dem Hintergrund des Entstehungszusammenhangs der Suchterkrankung – Therapie durch die Gruppe (in Form einer permanenten Selbsthilfegruppe) wie in keinem anderen Setting möglich wird.